Kreuzfahrt Reiseberichte

Reisebericht: St. Maarten und der gefährliche Flughafen

04/02/201617:03
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Artikel von:

Désirée

Morgens um 8 Uhr legten wir am Hafen der Insel an, auf die wir uns bereits seit Wochen freuten. St. Maarten. Da die Insel zweigeteilt ist, erwarten euch hier gleich zwei Hauptstädte. Das niederländische Philipsburg und das französische Marigot. Die Insel trägt auf der niederländischen, etwas kleineren Seite, den Namen Sint Maarten wohingegen die Franzosen ihren Teil Saint Martin nennen. Nachdem wir ein herrliches Frühstück zu uns nahmen, und Pierre sich eine Stunde im Sportstudio betätigte, gingen wir an Land. Vorher hätte sich der Weg auf Deck 5 sowieso nicht gelohnt. Wie ihr euch vorstellen könnt, kann es bei knapp 2.000 Passagieren gerne mal zu Wartezeiten kommen.

An Land wurden wir mit karibischer Musik, viel Sonne und wunderschönen, farbenfrohen, Holzhäusern im Kolonialstil empfangen. Da Pierre bereits vor einigen Jahren hier war, und ich mich im Vorhinein online etwas schlau gelesen habe, entschlossen wir uns die Insel auf eigene Faust zu erkunden. Auf St. Maarten ist das überhaupt kein Problem.

An der Anlegestelle befinden sich eine Touristeninformation und jede Menge Taxis. Was mir auf Anhieb gut gefiel, war dass man mit den Taxifahrern nicht den Preis verhandeln muss. Hier gelten Festpreise, je nach Zielgebiet und Personenanzahl. Wir setzten uns gemeinsam mit weiteren Deutschen in ein Taxi dass nach MAHO BEACH fuhr. (Pro Person zahlt man dorthin 8 $)

Maho Beach, na, sagt euch das was? Falls nicht, klingelt´s vielleicht bei „der gefährlichste Flughafen der Welt“?! Ja genau, das ist der, wo
die Flugzeuge direkt über die Köpfe der Menschen hinweg fliegen…Das Feeling ist einfach unbeschreiblich!!! Es liegen grade einmal 10-20 Meter zwischen einem landenden Flugzeug und einem selbst, dazu der Lärm eines Gewitters. Klingt eigentlich weniger einladend, doch es ist absolut genial! St. Maarten ist der wohl coolste Ort an dem ich jemals war!

Ob Helikopter, Privat- oder Großmaschine, die Menschen dort sind alle glücklich und machen bei jedem noch so kleinen Flieger Fotos.

Was mich am meisten wunderte – Privat- und Großflieger teilen sich ein und dieselbe Start- und Landebahn?! Immerhin starten und laden die Flieger hier ab 12 Uhr im 5 Minuten Takt!!! Übrigens war es heute verdammt heiß draußen, dazu kommt die blendende Sonne – Vor allem wenn man hier stets das Bedürfnis hat, nach oben zu schauen. Da hilft auch keine Sonnenbrille mehr. Auch das Fotogravieren gestaltet sich als schwieriger als Gedacht. Auf meiner Kamera konnte ich kaum etwas erkennen, mit dem iPhone kamen wir da schon weiter.

Einige so genannte „Zaunsurfer“ sahen wir auch. „Planespotter“ sind waghalsige Touristen, die unmittelbar am Flughafen-Zaun gegen die Energie der Turbinenstrahlen ankämpfen. Ich frag mich ehrlich wie die es schaffen sich am Zaun festzuhalten. Ich hatte ja bereits Probleme mein Gesicht nach vorne gerichtet zu lassen. Beim Start einer Maschine wird nicht nur sämtlicher Sand und evtl. kleine Steine aufgewirbelt, es wird zudem verdammt HEIß!

Mir war überhaupt nicht klar dass hier wirklich alles so verdammt nah beieinander ist. Der Strandabschnitt den man immer sieht, ist sehr sehr schmal. Daneben ist eine enge 2-spurige Straße. Direkt daneben befindet sich schon die Landebahn. Das krasseste ist aber NICHT die Landung, sondern der START. Die Autos bleiben in diesem Moment alle stehen und halten Sicherheitsabstand. Da die Flugzeuge aufgrund der Hügel im Osten, so schnell an Höhe gewinnen müssen, wird der volle Schub häufig schon im Stand aufgebaut, bevor die Bremsen gelöst werden. Wie ich bereits schrieb, wird es echt total heiß in der Nähe. Dabei hatte ich noch die Straße dazwischen. Auch der Kerosin-Geruch ist extrem.

Plötzlich stand ein  Brautpaar neben uns, das natürlich auch eins dieser spektakulären Bilder machen ließ. Der Moment, indem die Flugzeuge direkt über den Kopf hinweg fliegen, um auf der anderen Seite der Straße zu landen, ist der HAMMER! Es wird dabei lediglich etwas lauter. Im Vergleich zum Start ist die Landung absolut harmlos.

St. Maarten: Philipsburg, Maho Beach, Flughafen

AIDA Karibik Kreuzfahrt: St. Maarten AIDA Karibik Kreuzfahrt: St. Maarten 2 AIDA Karibik Kreuzfahrt: St. Maarten 3 AIDA Karibik Kreuzfahrt: St. Maarten 4 AIDA Karibik Kreuzfahrt: St. Maarten 5 AIDA Karibik Kreuzfahrt: St. Maarten 6 AIDA Karibik Kreuzfahrt: St. Maarten 8 AIDA Karibik Kreuzfahrt: St. Maarten 9 AIDA Karibik Kreuzfahrt: St. Maarten 10 AIDA Karibik Kreuzfahrt: St. Maarten 11 AIDA Karibik Kreuzfahrt: St. Maarten 13

Danach fuhren wir in einem Sammeltaxi zurück, wobei wir direkt in der niederländischen Hauptstadt Philipsburg ausstiegen. So wirklich holländisch wirkt es hier aber nicht! Da es eine wichtige Freihandelszone ist, bzw. alles STEUERFREI ist, steht für viele Besucher das Einkaufen im Vordergrund. In Philipsburg wechseln sich Luxusgeschäfte, schicke Boutiquen mit kleinen Läden und Restaurants ab. Schmuckgeschäfte und Parfümerien bieten hochwertige europäische Produkte an, und auch elektronische Produkte sind hier in reichlicher Auswahl vorhanden.

Im günstigsten sind hier wohl Alkohol und Zigaretten. Die Preise variieren, je nachdem wie viel man kauft. Ich glaube wir zahlten 18 $ für eine Stange Marlboro. Parfüm ist eigentlich günstig, allerdings haben wir vorab einige Preise mit Online Parfümerien vergleichen, die sich mit den Preisen in St. Maarten nicht viel unterscheiden. Ausnahme: Würde man eine 200 ml Flasche „Jean Paul Gaultier – Le Male“ kaufen, liegt man bei einem Preis von 97 €. Zahlt man Bar, gibt es in vielen Geschäften einen zusätzlichen Rabatt in Höhe von 20 %.

Im Internet las ich zuvor dass die Produkte von „Ligne St. Barth“ dort sehr günstig zu erhalten sind, das kann ich allerdings NICHT wirklich bestätigen. Vielleicht im Vergleich zum Kaufpreis auf dem Schiff, aber nicht im Vergleich zum Onlinepreis in Deutschland. Zum Schluss entdeckten wir dann doch noch was typisch holländisches: Holzschuhe! Wir sind ja öfter mal in Holland da wir nur knapp eine Std. entfernt wohnen. Irgendwie war es beinahe ein wenig heimisch 🙂 Am besten gefielen mir aber die kleinen Souvenirläden in den Seitenstraßen. Philipsburg ist insgesamt sehr schön, sauber und ordentlich. Neben den vielen Geschäften, gibt es auf der Promenade für ein paar Dollar Getränke, Strandliegen und Sonnenschirm zum Komplettpreis. Die Stimmung ist, nicht zuletzt wegen der Livemusik, einfach fabelhaft.

Worauf wir uns ebenfalls schon die ganze Zeit freuten, war der bekannte Rum-Liqueur von Sint Maarten – Guavaberry*. (Wenn man meine Reiseberichte so mitverfolgt, könnte man meinen ich habe ein Rum-Problemchen) Nein ernsthaft. Mein Mann hat mir davon erzählt, und dummerweise wird der Rum nicht nach Deutschland exportiert. Im Geschäft wurden uns auch gleich zig Sorten vorgestellt, die wir alle fleißig probieren sollten.

Wir probierten Orange, Cocos, Vanille und noch weitere Rum-Liqueur-Sorten einer anderen Firma. Hui, das war lustig Trotz der 30 % Alkohol, schmeckt der Rum-Liqueur durch das verwendete Zuckerrohr und den Herstellungsprozess sehr mild. Wir entschieden uns für Flasche Vanille-Rum (Guavaberry 23 $) und den Orangen-Rum-Liqueur einer unbekannten Firma (1 Liter 16 $). War das ein schöner Tag. Wir möchten unbedingt wieder nach St. Maarten, denn es gibt noch so viel zu entdecken. Hier bleibt kein Wunsch offen, es ist eine absolute Wohlfühlinsel, die für jeden das Passende zu bieten hat.

Reisetagebuch im Überblick: Unsere AIDA Kreuzfahrt durch die Karibik

AIDA Ausflug am: 09.01.16 Liegeplatz: Cruise Pier South – South East Liegezeit: 8:00 Uhr – 19:00 Uhr Alle an Bord: 18:30 Uhr Wettervorschau: heiter, 28 Grad Sonnenaufgang: 06:46 Uhr Sonnenuntergang: 17:53 Uhr Nächste Etappe: 87 Seemeilen (161 Kilometer) bis St. John´s Währung: Niederländischer Antillen Gulden, Französischer Teil = Euro, US Dollar möglich

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