Kreuzfahrt Reiseberichte

St. Lucia: Ausflug zum Rodney Bay

28. April 2017

von: Désirée

Unsere erste Nacht auf der AIDAdiva war kurz doch wir schliefen tief und fest. Eigentlich wollten wir uns um 6:03 Uhr den Sonnenaufgang ansehen, doch in der stockfinsteren Kabine kam ich nicht aus dem Quark. Ich sag´s ja, ich vermisse unsere Balkonkabine von Deck 9. Um 8.00 Uhr legten wir im Hafen von St. Lucia an. Bevor wir die Insel auf eigene Faust erkundeten, ging Pierre zum Sport und Leonie brachten wir für zwei Stunden zur Kinderbetreuung. So hatte ich Zeit meine ersten Reiseberichte zu verfassen.

St. Lucia, Castries Reisebericht [AIDA Transatlantik Kreuzfahrt]

Ankunft: 27.03.2017
Wettervorschau: wechselhaft, 31 Grad
Währung: Ostkaribischer Dollar. 1 Euro ≈ 2,86 XCD – US Dollar möglich
Sprache: Englisch, Patois (kreolisches Französisch)
Liegeplatz: Pier Pointe Seraphine 1
Liegezeit: 8:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Alle an Bord: 18:30 Uhr
Nächste Etappe: 87 Seemeilen (161 Kilometer) bis Roseau, Dominica

Das erwartet dich auf St. Lucia, Castries

„Zahlreiche farbenfrohe Häuser, vor denen kleine Fischerboote am Strand liegen, erstrecken sich zu Füßen der berühmten Sehenswürdigkeit: Die beiden Pitons, St. Lucias vulkanische Wahrzeichen, ragen im Süden der Insel bei Soufrière weithin sichtbar in den Himmel. Bei einer Fahrt zum rund 250 Meter hoch gelegenen Aussichtspunkt Morne Fortune werden Sie feststellen, dass die Inselhauptstadt Castries eine der am schönsten gelegenen karibischen Städte ist. Von hier oben genießen Sie die ganze Farbenpracht der Karibik – von den grünen Tropenwäldern, in denen eindrucksvolle Entdeckungen auf Sie warten, bis zum türkisfarbenen Meer.“ (Quelle AIDA Heute Zeitschrift)

Blick von der AIDAdiva auf den Hafen in St. Lucia Castries

Ausflugtipps und Sehenswürdigkeiten

  • Pitons: Klettern, Wandern, Seilrutsche
  • Wochenmarkt: Samstags ist Hauptmarkttag
  • Sulphur Springs, Schwefelquellen – Info: www.soufrierefoundation.org
  • Diamond Wasserfall & Botanischer Garten – www.diamondstlucia.com
  • Fort Rodney, Pigeon Island: Nationalpark
  • Strände: Marigot Bay (romantische Bucht), Choc Bay (ideal für Wassersportler), Vigie Beach
  • Splash Island Water Park
  • Sehenswürdigkeiten & Ausflugstipps für St. Lucia auf www.tripadvisor.de
Duty Free shopping in St. Lucia

Blick von AIDA auf den Hafen: Duty Free Shopping in St. Lucia, Castries

St. Lucia auf eigene Faust – Unsere Erfahrungen:

Reisebericht Tag 2: Um 10 Uhr verließen wir das Kreuzfahrtschiff zu unserem ersten Landgang in der Karibik. Wir suchten einen Taxifahrer, der uns zu einem schönen Strand fahren sollte – geplant war ein Ausflug zum Marigot Bay. Wie wir es schon von Antigua kannten, sind die Taxifahrer auf St. Lucia sehr aufdringlich. Grade zum Anfang einer Reise finde ich es sehr anstrengend wenn mehrere Taxifahrer gleichzeitig auf uns einreden.

Für unser gewünschtes Ausflugsziel (Marigot Bay) fanden sich leider keine Mitreisenden. Wir entschieden uns um und machten stattdessen einen Ausflug zum Rodney Bay im Norden der Insel. An dem selben Strand befindet sich auch der Splash Island Water Park.

Vor Ort stellte sich schnell raus, dass die Bilder aus dem Internet ein wenig mehr versprachen. Der Wasserpark ist wesentlich kleiner als wir ihn uns vorstellten. Leider kann man hier nur Tagestickets zu erwerben. Da wir den Hüpfburgen-ähnlichen Wasserpark höchstens eine Stunde nutzen wollten, waren uns 35 Dollar pro Person etwas zu teuer. Das wird wahrscheinlich auch der Grund dafür sein, weshalb der Wasserpark völlig ungenutzt war.

Stattdessen machten wir es uns an dem schönen Strand mit dem glasklaren Wasser gemütlich. Für zwei Sonnenliegen inkl. Sonnenschirm zahlten wir 20 Dollar. Dieser Abschnitt von Rodney Bay war recht leer, andere AIDA Reisende traf man nur vereinzelt. Leider kamen alle 5 Minuten die üblichen Strandverkäufer. Von Kokosnüssen, Massagen, über Uhren mit Lederarmbändern war so ziemlich alles dabei.

Zwei der Herren waren besonders „flink“! Während der eine unserer Tochter Leonie eine Figur aus Palmenblatt bastelte, und sich dabei mit mir unterhielt, schmierte der andere Pierre den Rücken mit Aloe Vera ein. Wir lehnten währenddessen dankend ab, doch die beiden bestanden auf ihr Geld. Nachdem wir einem der Strandverkäufer zwei Euro für das Aloe Vera welches sie Pierres auf den Rücken schmierten, forderte der zweite für Leonies Palmenblatt „Kunstwerk“ ebenfalls Geld. Gut, hier war der Punkt erreicht wo wir den beiden direkt sagten, dass sie gehen sollen.

Unterschätze nie die Kraft der Wellen!

Dann passierte uns fast ein Unglück. Ich war mit der kleinen Maus etwas tiefer im Meer als eine „doppelte“ Welle kam. Wie erkläre ich das jetzt?! Es überlappte genau an der Stelle an der Leonie und ich im Wasser waren, eine Welle die nächste. Wir wurden also zuerst etwas hochgedrückt doch dann kam die nächste Welle die uns nach unten riss und bis zum Strand spülte. Ich glaube ich habe noch nie so viel Salzwasser geschluckt!

Die Wucht der Welle war so heftig, dass sich sogar mein fest reingebundenes Haargummi verabschiedete. Der kleinen ging´s, bis auf den Schreck, gut – irgendwie hab ich es währenddessen geschafft sie nach oben zu drücken. Ich hingegen konnte weder atmen noch husten, was mir einen schönen Schrecken einjagte.

Sonnenbrand-Gefahr lauert auch im Schatten

An unserem ersten Karibik Landgang haben wir so ziemlich an alles gedacht. Vor allem daran das Leonie ausreichend Sonnenschutz auf der Haut hat. Doch eins haben wir vergessen: Unseren Rücken!

Holla die Waldfee, so etwas ist mir noch nie passiert. Obwohl Pierre und ich vorgebräunt in die Karibik flogen, haben wir beide einen leichten Sonnenbrand – und das am ersten Tag!

Um ca. 14 Uhr holte uns die Frau des Taxifahrers ab, der uns zum Strand Rodney Bay fuhr. Anders als auf vielen anderen Inseln die wir bei unserer ersten Kreuzfahrt kennenlernten, hat man auf St. Lucia ein sehr gutes (sicheres) Gefühl.

Ausflug in St. Lucia, Rodney Bay

Einen passenden Taxifahrer für einen Tagesausflug zu finden, gestaltet sich am Hafen St. Lucia, Castries einfach. Wie viel man letzten Endes zahlt, hängt davon ab was man mit dem Taxifahrer vereinbart. Die Taxikosten sinken wenn man das Taxi voll bekommt. Aus diesem Grund frage ich am Hafen andere Reisende ob sie bereits ein Ausflugsziel im Sinn haben.

Für unseren St. Lucia Landausflug auf eigene Faust, zahlten wir insgesamt 60 Dollar. Für zwei Taxifahrten zahlten wir insgesamt 40 Dollar, dazu kamen 20 Dollar für zwei Strandliegen inkl. Schirm. Als Familie mit Kleinkind hat es sich definitiv gelohnt den Ausflug selbst zu planen.

Nach unserer Rückkehr zur AIDAdiva gönnten wir uns nach dem Mittagessen zwei Stündchen Mittagsschlaf. Nach dem Abendessen gingen wir um 20.30 Uhr auf das Pooldeck zur „Alpenglühen Party“ mit DJ Tony. Die Kleine war topfit, so konnten wir bis um 23.30 Uhr dem lustigen Treiben zusehen. Danach ging´s ab in Bettchen wo wir von unserem erlebnisreichen Tag in der Karibik träumten.

Reisetagebuch & Erfahrungen: AIDA Transatlantik Kreuzfahrt mit Kind
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4 Kommentare
  1. Das hört sich für mich überhaupt nicht wundervoll an. Belagerung von unerwünschten Typen, fast abgesoffen, Sonnenbrand, gefakte Wasserpark-Bilder..... hmmm fröhliche Stimmung hört sich anders an. Deine Bilder sind aber sehr schön und eindrucksvoll. Ich hoffe ihr hattet dann nur noch geile Tage und Erlebnisse.LG Brigitte

    • Désirée

      Hi Brigitte, ja da sagst du was...aber das Belagern ist in der Karibik üblich, die verdienen dort ja kaum etwas. Mit dem Wasserpark finde ich schon dreist, aber wer weiß vielleicht ist etwas kaputt....was auch wieder nicht unüblich wäre in der Karibik :) Ja, nachdem ich fast abgesoffen bin, hatte ich den Kaffee für den Tag auch auf. Aber trotz allem ist es dort soooo schön da ist die Schmerzgrenze lange nicht erreicht :D LG Desiree

  2. Das hört sich alles wundervoll an und tolle Bilder. Bis auf den Vorfall mit den Wellen- gut das euch nichts passiert ist. Aber ich kann mir vorstellen wie fatal das sein kann und ich weiß was für eine Kraft Wellen haben. Liebe Grüße zum Wochenende liebe Desiree

    • Désirée

      Hi Silvia, dankeschön. Ich war vor allem froh das Leonie nichts passierte. Hab für einen Moment gedacht, dass sie nicht mehr ins Wasser will. Zum Glück kann sie nichts so schnell schockieren. LG Desiree

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